Strategie und Taktik

Philipp und Julian Autenrieth: "Die beste Taktik und Strategie entscheiden, da Boote und äußere Bedingungen mehr oder weniger für alle gleich sind. Wer das Beste aus diesen Faktoren macht, gewinnt."

 
 

Segler-Zeitung

"Frischer Wind für den Segelsport" - boot 2018 Segel-Center Halle 15/G21

Segler-Zeitung Ausgabe 2/2018
Jochen Schümann im Interview mit Tactical Sailing

In Seglerkreisen ist "Tactical Sailing" bestens bekannt als virtuelles Programm mit zahlreichen Simulationen und einer speziell für die Trainerarbeit entwickelten Toolbox, gedacht für alle mit ganz viel Begeisterung für den Segelsport. Ein Segler, der "Tactical Sailing" bereits nutzt, schrieb: „Die Simulationen erzeugen echtes Feeling und erfordern volle Konzentration - so wie bei einer richtigen Regatta auf dem Wasser.“
Für die Ausbildung der „Jüngsten" gibt es in der neuen Version der Trainer-Toolbox eine Rubrik speziell für „Anfänger“.
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Aber auch für die Experten unter den Seglern gibt es wichtige News: der Einsatz eines zusätzlichen „virtuellen Windsystems-2“ zum Thema "Risikomanagement". Strategische und taktische Entscheidungen beim Regattasegeln werden nach ähnlichen Gesichtspunkten wie beim „Risikomanagement“ in Wirtschaft und Industrie getroffen. Jochen Schümann, Deutschlands erfolgreichster und prominentester Segler, sagte in einem Interview dazu: „Die Physik des Segelns zwingt ständig zu einer klaren Entscheidung. Man bewegt sich in sich permanent verändernden Bedingungen wie Windrichtung, -stärke und Strömung. Dann gilt es, von Moment zu Moment neu zu entscheiden: Bleibe ich auf dem Kurs oder wende ich und fahre in die andere Richtung?"
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Direkten Anschaungsunterricht gibt es zur boot auf dem Stand der J/70-Klassenvereinigung (Halle 15/G21)Joachim Hellmich von der Academy des Heinz Nixdorf Vereins, die mit J/70 Booten arbeitet, freut sich: "Das Trainer Tool ist sehr wertvoll in der Arbeit der HNV-Academy."

Ausgabe 1/2018, Seite 66

Slalom-Segeln - Spielspaß ohne Ende - im SegelCenter der boot 2017

Die Segler-Zeitung ONLINE berichtete über die neue Variante des Slalom-Segelns. Siehe alle SZ-Artikel hier: www.Segler-Zeitung.de / 21.01.2017

www.Segler-Zeitung.de / 21.01.2017
Slalom-Segeln - Spielspaß ohne Ende!

Wie beim traditionellen Slalom im Wintersport geht es auch hier um Geschwindigkeit, um das Ziel schnellstmöglich zu erreichen und mit Bestzeit den Sieg zu holen. Und es geht außerdem um Geschicklichkeit. Denn wie an den auf einer Ski-Piste gesetzten Toren muss man auch beim Slalom-Segeln an den gesetzten Bojen möglichst eng vorbei, um so die gesegelte Wegstrecke so kurz wie möglich zu halten.

Slalompisten mit 8, 16, 24 und 32 Bojen

8 Bojen
16 Bojen
24 Bojen
32 Bojen
Zeit: 1:06,6; Wind: 010°
Zeit: 1:48,9; Wind: 290°
Zeit: 2:50,4; Wind: 220°
Zeit: 3:29,1; Wind: 175°

Der Gegner ist immer der wahre Wind (in Segler-Zeitung 11/2011)

Segler-Zeitung 11/2011
Weltpremiere 2011
E. Diesch&Marvin Frisch
Marvin, Felix und Simon
Marvin IDJüMeister 2011
Segler u. Laura
Marvin`s Bestzeit 3:05,6

Eine Weltpremiere der besonderen Art gab es auf der Interboot in Friedrichshafen zu bewundern und auszuprobieren: Paul Gerbecks, Informatiker und Regattasegler (früher Korsar, heute H-Boot), stellte seine Entwicklung namens „Tactical Sailing“ der Öffentlichkeit vor - ein Taktik- und Lernspiel für Segler/innen aller Altersgruppen. Ein Spiel, das die Jugendlichen gleich reihenweise begeisterte. „Das Spiel ist top. Damit kannst du Taktik schnell lernen und dabei Spaß haben“, schwärmten die Brüder Philipp und Julian Autenrieth, die einst die Opti-Titel hamsterten und jetzt im 470er unterwegs sind. Auch der frisch gekürte Deutsche Optimeister Marvin Frisch, der bereits einige Stunden mit diesem Spiel am Computer verbracht hat, ist begeistert: „Viele Leute sprechen mich oft auf das Spiel an, und ich kann es nur weiterempfehlen. Ich finde es Klasse, aufgrund der verschiedenen Boote, Modi und Schwierigkeiten. Auch bei Trainern kommt es gut an, da sie manche Situationen sehr anschaulich darstellen können.“

Das Spiel simuliert eine Regatta, während der man Taktik und Strategie in spielerischer Form lernen und optimieren kann. Auf mehreren Spiel- und Regattafeldern lässt sich testen, wie gut man Boot und Wind beherrscht. „Es war unsere Absicht, den Spaß am Segeln mit Hilfe eines modernen Mediums zu präsentieren, ein „Serious-Game" mit einem interessanten Thema zu entwickeln, ein aktionsreiches Spiel zu erfinden“, so Paul Gerbecks gegenüber der Segler-Zeitung. „Aber auch ein sachliches Thema wie Taktik anschaulich zu vermitteln, war ein weiteres Ziel“.

Zwei wahre Meister ihres „Fachs“ trafen auf der Messe zum Fachsimpeln aufeinander und konnten das Spiel studieren. Dr. Eckart Diesch, Olympiasieger und Weltmeister vergangener Jahre (Flying Dutchman), und der derzeit erfolgreichste deutschen Opti-Segler, Marvin Frisch (Deutscher Meister 2011, Gewinner der diesjährigen Internationalen Meisterschaften in Polen und der Schweiz). „Ich finde es wichtig, den optimalen Umgang mit dem Wind in kritischen Situationen während einer Regatta zu thematisieren“, so Eckart Diesch, Vorsitzender des Wüttermbergischen Yacht-Clubs. Seine beiden Söhne, Felix und Simon Diesch, erfolgreiche Segler im 420er und außerdem Trainer mit B-Lizenz, sind besonders von der Möglichkeit begeistert, mit „Tactical Sailing“ spezielle Windsituationen zu visualisieren und für ihre Trainertätigkeit gezielt nutzen zu können. Felix Diesch: „Das Spiel - vor allem mit dem Trainertool - hat mich wirklich fasziniert“.

Marvin Frisch bringt es auf den Punkt: „Erfolgsfaktoren sind ein guter Start, Geschwindigkeit segeln und Taktik. Und was ist Taktik? Streckbug und Vorfahrt“.

Tactical Sailing arbeitetet nach dem Prinzip: „KISS - Keep it Small and Simple“; also ohne 3D-Animation, sondern in 2D-Animation mit gesprochenen Kommentaren. Die zentrale Position ist bei Tactical Sailing dem Wind zu geordnet. Er ist für Seglerinnen und Segler immer wieder aufs Neue eine Herausforderung und für viele von ihnen ist der “Kampf gegen den Wind“ zu einer wahren Leidenschaft geworden. „Der Wind ist immer der wahre Gegner: am Start, unterwegs, an den Bojen und an der Ziellinie“, so Gerbecks. Für den einstigen erfolgreichen 420er-Segler und inzwischen erfolgreichen H-Boot und Sreamline-Skipper Kay Niederfahrenhorst scheint es gelungen. „Tactical Sailing schafft es, in wenigen Stunden die Komplexität des Windes für den Regattasport für jeden verständlich zu machen. Viele meinen, die anderen Boote machen den Erfolg bzw. Misserfolg einer Regatta aus, aber der wahre Gegner bleibt der Wind, der nie konstant weht. Ich denke, für jeden, der als Rookie oder Freizeitsegler ins Regattasegeln einsteigen möchte, kann das Programm eine absolute Hilfe sein“,so Niederfahrenhorst.

Jugendlichen den Spaß am Segeln spielerisch näher zu bringen - das ist ein weiteres gemeinsames Ziel. Der Nutzen des taktischen Segelns und seine Auswirkungen auf erfolgreiches Segeln werden anschaulich an zahlreichen Beispielen simuliert. Das Spiel wendet sich dabei an Segelanfänger, aber auch an erfahrene Seglerinnen und Segler aller Altersgruppen, die den sportlichen Aspekt des Segelns – nämlich das Regattasegeln – spielerisch erlernen und erleben möchten.

„Aus der Praxis kennen wir konstante, drehende oder pendelnde Winde, Böen oder Flautenlöcher, die in diesem Spiel gut simuliert werden. Der Wind ändert sich ständig: Mit der Tactical Sailing Toolbox lässt sich das unsichtbare Monster sichtbarer machen - in Richtung und Stärke. Dadurch wird es leichter, seine Kräfte optimal zu nutzen. In der konkreten Spielsituation gilt es, ständig zu überprüfen, ob und wie das Ziel am besten erreichbar ist, auf zu erwartende Situationen oder unvorhersehbare Veränderungen sofort bestmöglich zu reagieren“, so Gerbecks.

Bei den Booten kann der/die Spieler/in zwischen einem Opti, Laser, 420er, 470er, 29er, 49er oder H-Boot wählen. Man kann gegen einen computergesteuerten Sparringspartner oder auch einfach nur gegen die Uhr segeln. Tipps und Kommentare dazu werden in Bild und Ton präsentiert.

Das Spiel ist auf CD ( 44 Euro) erhältlich oder lässt sich direkt aus dem Netz herunterladen (39 Euro), es läuft auf nahezu jedem Rechner (Win, Linux, Mac). Wer zunächst schnuppern möchte, kann eine kostenlose Demoversion ausprobieren. Besonders empfehlenswert: Für Trainer bzw. Ausbilder gibt es eine „Trainer Toolbox“, die u.a. weitere Optionen (z.B. Zone und Überlappung) offeriert und sich besonders gut im Theorie-Unterricht einsetzen lässt.

Kontakt: Media Digital Page, Paul Gerbecks, Hatzfelder Weg 11 b, 81476 München, Tel.: 089 944 660 44, e-Mail: office(at)tacticalsailing.de, Internet: www.tacticalsailing.de

Quelle: Hermann Hell in Segler-Zeitung, November 11/2011
* Foto: © Hermann Hell